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MwSt-Reduzierung

Abhängig vom Enddatum Ihres Lizenzvertrags sind eventuell auch Sie als Kunde von AnyDesk von der aktuellen Mehrwertsteuer-Reduzierung auf 16% betroffen. Sie müssen an dieser Stelle nichts weiter tun - wir werden alle Kunden, die tatsächlich von der Reduzierung der Mehrwertsteuer betroffen sind, schnellstmöglich kontaktieren.

Unsere Tätigkeiten im Bereich der befristeten Nutzungsüberlassung von Lizenzen werden grundsätzlich als Dauerleistungen im umsatzsteuerlichen Sinne qualifiziert. Die Abrechnung dieser Dauerleistungen erfolgt nach der gesetzlichen Neuregelung vom 29.06.2020. D.h. nur für Lizenzverträge, die in der Zeit vom 01.07. bis 31.12.2020 enden, gilt der Steuersatz von 16%.


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Anwendungsfälle

Leistungszeitraum endet zwischen 01.07. und 31.12.2020

Die Umsatzsteuer muss am Ende des jeweiligen Leistungszeitraums (01.07. bis 31.12.2020) von 19 % auf 16 % berichtigt werden, da die Vorausrechnung mit 19 % USt ausgestellt wurde und der Lizenzvertrag nach dem 30.06. bis einschließlich 31.12.2020 endet. Wir senden Ihnen unter Bezug auf die ursprüngliche Rechnungsnummer eine Anlage mit dem zutreffenden Umsatzsteuerbetrag sowie mit dem Steuersatz 16 % zu, der dann rückwirkend für den gesamten Leistungszeitraum anzuwenden ist.
Die Zusendung der Rechnungskorrektur wird monatlich gestaffelt erfolgen: Endet Ihr Leistungszeitraum z.B. im August 2020, so erhalten Sie im August 2020 die dazugehörige Rechnungskorrektur.


Ausnahme / Übergangsreglung:
Bei den Vorausrechnungen für im Juli 2020 endende Lizenzverträge lässt die Finanzverwaltung aus Vereinfachungsgründen zu, dass im B2B-Bereich (Kunde muss ein umsatzsteuerlicher Unternehmer sein) keine Berichtigung des Umsatzsteuerausweises von 19% auf 16% vorgenommen werden muss und dem Kunden dennoch der volle Vorsteuerabzug von 19% zusteht. Diese Übergangsregelung gilt jedoch nicht für den B2C-Bereich (Privatkunden).

Leistungszeitraum endet nicht zwischen 30.06. und 31.12.2020

Sofern der Leistungszeitraum vor dem 01.07.20 endet oder nach dem 31.12.2020 endet, ist der neue, zeitlich befristet abgesenkte Steuersatz von 16 % nicht anwendbar.
Damit ist keine Berichtigung notwendig, vorausgesetzt die Vorausrechnung wurde mit 19% Umsatzsteuer gestellt.


Ausnahme / Vereinfachungsregel:
Vorausrechnungen für Leistungen, die nach dem 31.12.2020 enden und zwischen dem 01.07. und 31.12.2020 fakturiert werden, kann bereits der final anzuwendende Umsatzsteuersatz von 19% ausgewiesen werden.

Neuverträge ab dem 01.07.2020

Im Juli bis Dezember 2020 vereinnahmte Beträge - Vorauszahlungen - unterliegen bei der Entgeltvereinnahmung zunächst der Umsatzsteuer von 16 %. Am Ende des Leistungszeitraums - d.h. hier nach dem 31.12.2020 - ist die Umsatzsteuer von 16 % auf 19 % zu erhöhen. Um den Arbeits- und Korrekturaufwand auf beiden Seiten zu minimieren, haben wir uns für die zugelassene Ausnahme / Vereinfachungsregelung entschieden:


D.h., soweit feststeht, dass der Lizenzvertrag nach dem 31.12.2020 endet, kann bereits die Vorausrechnung (Zahlung 30.06. bis 31.12.2020) mit 19 % Umsatzsteuer fakturiert werden. Insoweit entfällt eine Rechnungskorrektur.